Die wenigsten Menschen, welche nicht auf einer Baustelle arbeiten, können sich nur annähernd vorstellen, wie belastend der Beruf für die dort wirkenden Arbeiter ist. Zum einen gibt es durch die schwere körperliche Belastung zahlreiche degenerative Berufserkrankungen am Bewegungsapparat.
Körperliche Schwerstbelastung
Bauarbeiter verschleißen regelrecht im Laufe der Jahre durch die körperliche Schwerstarbeit. Aber nicht nur Wirbelsäulen-, Hüft-, Knie- oder andere Knochenerkrankungen gehören zu den häufigsten Berufskrankheiten auf dem Bau, sondern auch Lärm. Lärmschwerhörigkeit ist eine eigene Bezeichnung für ein degeneratives Erkrankungsbild, bei dem die Hörfähigkeit mehr und mehr abnimmt. Der Grund hierfür ist in der kontinuierlichen Lärmbelastung zu sehen, die auf der Baustelle unvermeidlich ist.
Nachhaltige Schäden ohne Schutz
Dauerhafte Lärmbeschallungen von mehr als 85 Dezibel können nachhaltig zu Schädigungen des Gehörs und damit zu einem teilweisen oder gar vollständigen Gehörverlust führen. Dem kann natürlich vorgebeugt werden durch einen ausreichenden Gehörschutz. Der durch Maschinen und andere Geräte verursachte Baustellenlärm ist weitaus höher als andere Lärmpegel. Man denke hierbei nur an das ständige Geräusch eines Presslufthammers, mit dem Straßenbeläge aufgebrochen werden. In unmittelbarer Nähe versteht man dabei kein einziges Wort mehr, auch nicht auf Zuruf. Würde der Arbeiter sich dieser Tätigkeit über einen kontinuierlichen Zeitraum hinweg ungeschützt aussetzen, wäre ein starker Hörverlust die Folge, auch bei jungen Menschen. Deshalb gehört der Gehörschutz zur Grundausrüstung für Arbeitsschutz auf Baustellen, ebenso wie die durch Stahlkappen geschützten Sicherheitsschuhe.
Der Kapselgehörschutz
Da es auf Baustellen mit leichterem Ohrenschutz nicht mehr getan ist, wird hier ausschließlich Kapselgehörschutz verwendet. Dabei handelt es sich um Kopfhörer ähnliche Gebilde, die den Außenlärm filtern und nur noch in verringertem Maße an das Ohr durchlassen. Dabei ist der Schutz für das Ohr so stark, dass der Arbeiter in dem Fall auch kaum mehr die Worte versteht, die ihm seine Kollegen möglicherweise zurufen. Hierbei hilft dann nur noch visuelle Verständigung oder der Berührungskontakt. Gehörschutz auf der Baustelle sorgt für einen angenehmen Ruheeffekt. Jeder kann dies selbst einmal probieren, indem er den Baustellenlärm zunächst ungefiltert wahrnimmt, was teilweise weh in den Ohren tun kann, und ihn anschließend mit dem Kapselgehörschutz erlebt. Das ist ein Gefühl, wie wenn man von einem lärmenden, hektischen und belastenden Ort abtaucht in eine ruhige, sanfte Wohlfühloase. Nur so lässt sich der lärm- und stressintensive Einsatz auf Baustellen tagtäglich von Bauarbeitern ertragen.
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